Hinweise und Informationen zur Beschaffung von x86 Serversystemen
Preise für Beispielkonfigurationen
Direkter Link zu den Preisen für Beispielkonfigurationen (nur aus dem Uninetz erreichbar)
Grundlagen und Verfahren der Ausschreibung
Neben den Standard-PCs entfällt ein großer Anteil des Beschaffungsvolumens im IT-Bereich auf Serversysteme mit "x86-Architektur" (mit Prozessoren aus der Intel 80x86 Entwicklungslinie, wie sie derzeit unter anderem von den Firmen AMD und Intel hergestellt werden). Diese Server laufen überwiegend unter den Betriebssystemen "Novell Netware", "Linux" und "Windows Server".
Von den Standard-PCs unterscheiden sie sich besonders durch:
- Auslegung auf Dauerbetrieb
- Redundante Komponenten (Netzteile, Lüfter und Platten)
- Überwachung von Hardwarefehlern (Benachrichtigung über und Ausgrenzung von defekten Komponenten)
- Servicemöglichkeiten durch die Hersteller (bis zur garantierten Wiederherstellung in 6 Stunden)
- Fernzugriff (einschließlich Reset und Zugriff auf die "Console")
- Geringer Platzbedarf (vor allem bei Servern zum Einbau in 19" Schränke)
- Verwendung von SCSI Platten
Keine besonderen Anstrengungen werden hingegen bei diesen Systemen unternommen, um geringen Lärm oder eine hohe Graphikleistung zu erzielen.
Die Rechenzentren empfehlen dringend, für alle Systeme mit Serverfunktion auch als Hardware echte Serversysteme einzuplanen (auch wenn der "Missbrauch" von Desktop-PCs als Server teilweise kurzfristige Einsparungen verspricht).
Gemeinsame Ausschreibung durch die Universitäten Würzburg und Erlangen
Für diese Systeme wurde von den Univeritäten Würzburg und Erlangen eine gemeinsame Ausschreibung durchgeführt, um auch hier günstige Konditionen beim Einkauf zu erzielen.
Die Grundlage für die Ausschreibung bildete eine Leistungsbeschreibung, die besonders die oben schon aufgelisteten besonderen Eigenschaften eines Serversystems berücksichtigt. Bei den Serversystemen besteht eine große Bandbreite in den Leistungsanforderungen: Am unteren Ende stehen Systeme mit einem Prozessor und wenig Peripherie, die für einfache Aufgaben ausreichen und am oberen Ende Systeme mit vier Prozessoren, die etwa im Bereich der Mailverarbeitung, als zentrale Server größerer Institute oder im HPC (high perfomance computing) zum Einsatz kommen.
Um die Auswahl an Firmen nicht zu sehr zu beschränken, wurde diese Ausschreibung in 2 Lose aufgeteilt:
- Los 1 hatte 1- und 2-Prozessor-Systeme zum Inhalt, die vor allem für den Betrieb von "32-Bit" Betriebssystemen und Anwendungen ausgelegt sein sollten.
- Los 2 hingegen verlangte 2- und 4-Prozessor-Systeme mit besonderem Schwerpunkt auf "64-Bit" Betriebssystemen und Anwendungen.
Wie auch bei der Standard-PC Ausschreibung wurde hier eine Auswahl von Musterkonfigurationen definiert (zwei für jedes Los), deren Preise die Grundlage für einen Vergleich der Angebote lieferten. Analog zu der Standard-PC Ausschreibung waren aber auch hier attraktive Rahmenkonditionen für die gesamte Laufzeit der Ausschreibung das angestrebte Ziel.
Deshalb erfolgte keine Festschreibung bestimmter Produkte oder Preise, sondern die Festlegung von Herstellern und Rabattsätzen auf eine veröffentlichte Preisliste. Nur so ist der Bezug technisch aktueller Geräte zu zeitgemäßen Preisen ohne neue Ausschreibung bei Modell- oder Preisänderungen möglich. Auch ist der Rabattsatz für ähnliche, eventuell leistungsfähigere Systeme sowie für mögliche Nachfolgesysteme von großer Bedeutung.
Die Preise waren so zu gestalten, dass sie neben der Hardware auch die Lieferung, Aufstellung beim Besteller und die kostenlose Rücknahme der Transportverpackung beinhalten mussten. Sollte eine der im Leistungsverzeichnis geforderten Komponenten nicht lieferbar sein, ist ein kompatibles Nachfolgeprodukt bzw. ein kompatibles Produkt der nächst höheren Leistungsklasse anzubieten.
Die Preise für einen geeigneten 19"-Schranks und Speicherarrays mit SATA und SCSI Platten waren ebenfalls in den Angeboten zu nennen.
Ergebnis
Insgesamt sechs Firmen gaben Angebote mit Systemen verschiedener Hersteller ab.
Nach gründlicher Prüfung wurde am 27.4.2005 beschlossen, den Zuschlag für beide Lose an die "Bietergemeinschaft Bechtle" zu erteilen.
Am 13.5.2005 erfolgte dann der Zuschlag durch den Kanzler der Universität Würzburg.
Lieferant für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Bechtle IT-Systemhaus Herr Uwe Dittrich Mühlsteig 36 90579 Langenzenn Tel: 09101/9955-0 Fax: 09101/9044428 Email: uwe.dittrich@bechtle.de
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wird beliefert durch:
Lunz Computersysteme AG Wolfgang Rath Kirschäckerstraße 19 96052 Bamberg Tel.: 0951/93570-814 Fax: 0951/9357013 Email: w.rath@lunz.de
Eine Öffnungsklausel der Ausschreibung erlaubt, dass die Konditionen des Angebots in Absprache mit dem Auftraggeber auch von anderen bayerischen Hochschulen an den Standorten in den Regionen Bamberg, Erlangen und Würzburg genutzt werden können.
Preise
Bestandteile des Angebotes sind feste Rabattsätze für die angebotenen Systeme, das Zubehör (Speicher, Prozessoren, Festplatten und Controller), die Speicherarrays und die erweiterten Serviceleistungen. Die MwSt. wird zusätzlich berechnet. Da sich die Preise regelmäßig ändern, übersendet die Fa. bechtle den Rechenzentren mindestens monatlich eine aktuelle Preisliste ("Kalkulator") zur internen Verwendung.
Bestellungen
Die Bestellungen erfolgen am leichtesten unter Verwendung des Kalkulators, der auch einfach Überprüfungen der bestellten Konfiguration (passende Prozessoren, ausreichende Zahl der Steckplätze) vornimmt. Es kann auch ein Angebot von den Firmen. bechtle oder Lunz eingeholt werden, wobei die Konfigurationen auch noch einmal überprüft werden.
Auslieferungszustand
Die Geräte werden komplett montiert und getestet ausgeliefert.
Lieferung
Die Anlieferung erfolgt frei direkt beim Besteller. Ort und Zeitpunkt sind vorher abzustimmen, Verpackungsmaterial wird zurückgenommen. Der Empfänger quittiert die ordnungsgemäße Lieferung auf einem Lieferschein.
Rechnungsstellung
Nach ordnungsgemäßer Lieferung wird eine Rechnung zugestellt. Sie enthält auch die Angabe der Seriennummer (n). Als Zahlungsziel gilt eine Frist von 30 Tagen.
Dauer
Die Konditionen des Angebots gelten ab dem 1.6.2005 zunächst für 12 Monate. Aufgrund der Verlängerungsoption wurde der Vertrag im Mai 2006 um weitere 12 Monate bis 31.5.2007 verlängert. Für die Universität Bamberg beginnt die Laufzeit am 1.8.2005
Gewährleistung
Für alle angebotenen Systeme gilt standardmäßig eine Mängelhaftung von 36 Monaten. Mängel sind unverzüglich an die Firma bechtle bzw. Lunz zu melden. Die Behebung erfolgt in der Regel am nächsten Arbeitstag an der Verwendungsstelle. Optional sind eine Verlängerung der Gewährleistung auf 4 oder 5 Jahre oder eine Ausweitung und Beschleunigung der Fehlerbehebung auswählbar.
Den besten Support bietet das sogenannte "Call to Repair 6h", bei dem die Firma eine Wiederherstellung des Systems innerhalb von 6 Stunden ab Übermittlung der Fehlermeldung garantiert.
Rechnertyp/Hardware
Alle angebotenen Systeme stammen aus der "Proliant" Produktfamilie der Firma HP.
Los 1:
Bei diesem Los kommen die Systeme ML370 (als Standgerät, aber mit Umrüstsatz auch in ein 19"-Rack einbaubar) und DL380 (zum Einbau in ein 19"-Rack) zum Einsatz.
Los 2:
Hier sind es die Modelle DL385 (bis 2 Prozessoren) und DL585 (bis 4 Prozessoren), die jeweils mit dem AMD Opteron als Prozessor ausgestattet sind. Die Opteron Systeme sind inzwischen auch alle in der Variante mit "Dual-Core" Prozessoren lieferbar.
Beratung und Kontakt
Für Beratung und Preisinformationen wenden Sie sich bitte an die Firmen bechtle oder Lunz, bzw. im Bereich der Universität Erlangen an Stefan Turowski.
Preise für Beispielkonfigurationen
Die Preise für Beispielkonfigurationen sind auf einer eigenen Seite abgelegt, die nur aus dem Uninetz erreichbar ist.


