Missbräuchliche Nutzung des Hochschulnetzes der FAU und des Deutschen Wissenschaftsnetzes
Information für alle Institutionen der FAU
Mitteilung des Rechenzentrumsleiters vom 15.01.2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) betreibt für die FAU das Erlanger Hochschulnetz, an das mehr als 20.000 Geräte angeschlossen sind. Über das G-WiN (Gigabit-Wissenschaftsnetz) wird der Zugang zum weltweiten Internet realisiert.
In letzter Zeit musste das RRZE (wie auch das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften, LRZ ) verstärkt feststellen, dass das Hochschulnetz und G-WiN nicht nur
für den Zweck benutzt wurden, für den diese Netze zur Verfügung gestellt werden,
nämlich Forschung, Lehre, Verwaltung, Aus- und Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und
Außendarstellung der Hochschulen (lt. Nutzungsregeln der IT-Systeme und des G-WiN). Die
Gründe für einen Missbrauch des Netztes sind zum Teil in der immer weitere Bereiche
durchdringenden Nutzung des Internet, aber auch im fahrlässigen Umgang mit Rechnern und
Netzressourcen zu finden.
Die finanziellen Lasten, die durch diese zweckfremde Nutzung des G-WiN-Zugangs entstehen,
können durchaus erheblich werden. Zwar übernimmt derzeit das RRZE zentral für alle am
Erlanger Hochschulnetz angeschlossenen Institutionen die Bezahlung des G-WiN-Zugangs (über
400.000 € pro Jahr), dies entbindet die Nutzer aber nicht, auf eine
bestimmungsgemäße Nutzung zu achten. Die Kosten richten sich sowohl nach der Bandbreite
des Anschlusses (622 Mbit/s), wie auch nach dem monatlich zulässigen Transfervolumen (derzeit
25 TByte für unseren gesamten
Versorgungsbereich). Am freien Markt zahlt man teilweise pro
GByte transferierten Daten mehr als 20 €. Deshalb
sollte der Kostenaspekt bei der Netznutzung auch Berücksichtigung finden.
Wir möchten Ihnen in der Anlage einige Problemkreise schildern, die wir als kritisch ansehen. Wir dürfen Sie bitten,
in Ihrem Verantwortungsbereich darauf Einfluss zu nehmen, dass diese behoben oder erst gar
nicht relevant werden.
Zur Zeit werden von uns nur die auffälligsten Verhaltensmuster per E-Mail an die
jeweiligen Netzverantwortlichen
gemeldet und es wird um Abhilfe gebeten.
Des weiteren möchten wir Sie in der Anlage über Maßnahmen unterrichten, die wir
bisher unternommen haben bzw. noch vornehmen werden.
Ich hoffe, Sie haben Verständnis für die vom RRZE getroffenen Maßnahmen und
Regelungen, auch wenn auf Ihrer Seite ein erhöhter Aufwand für die Systembetreuung von
Server- und Arbeitsplatzrechnern notwendig sein könnte. Es sollte dabei auch geprüft
werden, ob nicht anstelle der selbst betriebenen Serverdienste die Angebote des RRZE genutzt werden
können. Beispiele hierfür wären Name-Server
(DNS), Mail-Server oder (virtuelle) WWW-Server.
Nur mit sorgfältig betreuten Systemen kann auch weiterhin ein störungsfreier und
hochwertiger Netzbetrieb an der FAU gewährleistet werden.
Das RRZE ist bestrebt, innovative Kommunikationsdienste zur Förderung von Lehre
und Forschung möglichst freizügig und flexibel anzubieten. Die hohen Kosten verlangen
aber einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. G. Hergenröder
15.01.2002



