RRZE - Zeitserver
Übersicht
| Adresse (IPv4) | IPv6-Adresse[1] | Hardware | Zeitquelle |
|---|---|---|---|
ntp0.fau.de |
ntp0.rrze.ipv6.uni-erlangen.de |
Pentium 4, 1.6 GHz | GPS über externe |
ntp1.fau.de |
ntp1.rrze.ipv6.uni-erlangen.de |
Pentium 3, 933 MHz | DCF77 über externe |
ntp2.fau.de |
ntp2.rrze.ipv6.uni-erlangen.de |
GPS über interne Empfängerkarte | |
ntp3.fau.de |
ntp3.rrze.ipv6.uni-erlangen.de |
DCF77 über interne Empfängerkarte |
[1] Falls sie nicht wissen was IPv6 ist, sollten sie diese Spalte getrost ignorieren.
Hintergründe und Geschichte
Das Rechenzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg betreibt 4 Zeitserver, die im Internet über das Protokoll NTP zur Synchronisation von Rechneruhren genutzt werden können. Von vielen unbemerkt, wird dieser Dienst auch von einigen Programmen zur Protokollierung von Verbindungszeiten (wie z.B. dem Online Counter 99) genutzt.
Die Nutzung der Zeitserver ist recht rege, so verzeichnete
z.B. der Rechner ntp0.fau.de im Dezember 2008
Anfragen von 11000 bis 17000 verschiedenen Rechnern pro Minute.
Der Server ntp0 nutzt als Zeitbasis eine externe Funkuhr vom Typ GPS167 der Firma Meinberg, die sich mit Hilfe der Satelliten des GPS synchronisiert. Der Server ntp1 nutzt ebenfalls eine externe Funkuhr der Firma Meinberg, vom Typ PZF510. Diese bezieht ihre Zeit aus dem DCF77 Signal, das auch die handelsüblichen Funkuhren für den Hausgebrauch verwenden. Anders als diese decodiert sie jedoch auch die zusätzlich auf dieses Signal aufmodulierten Pseudozufallsfolgen (PZF), die eine extrem genaue Zeitsynchronisation erst möglich machen. Die Server ntp2 und ntp3 haben die Funkuhren direkt eingebaut, auch hier wird einer der Server vom GPS und einer mit dem DCF77 Signal versorgt. Allen vieren ist gemeinsam, dass die eingesetzten Funkuhren hochgenaue Oszillatoren besitzen, womit sie selbst bei einem kompletten Ausfall des DCF77 bzw. GPS-Signals für mehrere Tage die Zeit genau genug liefern können.
Bis Ende 2002 war die GPS166 Uhr nach fast 10 Jahren Betriebszeit
in Betrieb. Die
Firma Meinberg, die den Aufbau des Systems auch
bei seiner Inbetriebnahme im Rahmen eines Forschungsprojektes
am
Lehrstuhl für Informatik 4 (Betriebssysteme) sehr unterstützt
hat, hat nach einem Ausfall 2002 dankenswerterweise eine neue
Funkuhr GPS167 umgehend und
kostenlos zur Verfügung gestellt. Dabei wurde auch der Dienst
an das RRZE weitergegeben.
Anfang 2009 konnten wir die Kooperation mit Meinberg wiederbeleben und
dabei auch die vorher permanent überlasteten Server ntp2 und ntp3 durch
LANTIME
Zeitserver ersetzen. Auch wenn diese serielle Ausgänge haben und darüber
problemlos ntp0 und ntp1 mit Zeit mitversorgen könnten, finden wir die
alten Uhren einfach viel zu schade zum wegwerfen - ntp0 und ntp1 beziehen
daher ihre Zeit weiterhin aus den alten Uhren.
Ansprechpartner
Bei Fragen zu oder Problemen mit den Zeitservern wenden Sie sich bitte an die E-Mail-Adresse time@rrze.uni-erlangen.de.
Hier ein paar Tipps und Regeln zur Benutzung des NTP Services
Verwenden sie zur Kommunikation nur die veröffentlichten Namen der Systeme:
ntp0.fau.de(GPS, Pentium4)ntp1.fau.de(DCF77, Pentium3)ntp2.fau.de(GPS,
Meinberg
LANTIME M300/GPS)ntp3.fau.de(DCF77,
Meinberg
LANTIME M300/PZF)
Die Server sind auch per IPv6 erreichbar, unter den Namen
ntp0.rrze.ipv6.uni-erlangen.debisntp3.rrze.ipv6.uni-erlangen.deDenken sie an ihre (Personal-)Firewall-Konfiguration.
Wir bekommen immer wieder böse Sicherheitswarnungen und es ist immer sehr peinlich, wenn es sich dann herausstellt, dass ein übereifriger Firewalladministrator nur die Antworten von uns auf eigene NTP-Anfragen als Angriff interpretiert hat.Verwenden sie nur das NTP Protokoll.
Wir bieten unseren freiwilligen kostenlosen Dienst nur für das NTP Protokoll an. Andere Synchronisationen (rdate, ...) können zwar mal funktionieren - sollen aber eigentlich nicht. (Es macht irgendwie nicht viel Sinn, einen Server zu betreiben, der sich auf wenige Mikrosekunden synchronisiert und dann die Zeit mit einem Protokoll abzufragen, das eine Genauigkeit im Sekundenbereich hat.)Synchronisation mit TIME (port 37) funktioniert bis auf weiteres auch: Das haben inzwischen einige beliebte Programme mit eingebaut und wir sind die Diskussionen mit armen PC-Usern, die so etwas benutzen und gar nicht wissen wie oder was, inzwischen leid.
Synchronisieren sie nicht zuviele Rechner mit uns.
Zur Lastbegrenzung tritt bei mehr als 3 Rechnern pro Subnetz (24) eine Begrenzung in Kraft. Wenn sie mehr Rechner zu synchronisieren haben, setzen sie bitte einen oder zwei lokale Zeitserver auf, die die Zeit lokal weiterverbreiten.-
Bitte beachten Sie, dass der NTP-Service von uns ein freiwilliger und kostenloser Dienst ist, den wir nur ohne jede Garantie und mit nur sehr begrenztem Support anbieten können. Insbesondere müssen wir uns vorbehalten, den Dienst jederzeit auch ohne Benachrichtigung einzustellen (obwohl wir keine derartigen Pläne haben).


